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Bilanz eines milden Winters: Heizsaison 2018/19 mit 7 Prozent weniger Wärmeverbrauch

Trotz extremer Temperaturen im Mai

Ersparnis für durchschnittlichen Haushalt rund 60 Euro gegenüber Vorjahr.

100 Millionen Euro in Ausbau der Fernwärme in Graz investiert

Unabhängigkeit von externen Lieferanten

Versorgung langfristig abgesichert

„Anteil erneuerbarer Wärme muss weiter steigen“

(Graz, 24.05.2019) Mit 1,2 Milliarden Kilowattstunden Wärme in den letzten 12 Monaten liegt der Fernwärme-Verbrauch in der Heizsaison 2018/19 im Großraum Graz mit einem Minus von 7 Prozent deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese Bilanz legt heute die Energie Steiermark vor. Während der Jänner deutlich kälter war als 2018 (Verbrauch +17 Prozent), sorgten überaus milde Temperaturen im Februar (Verbrauch –22 Prozent) und März (Verbrauch –34 Prozent) für eine wesentliche Einsparung bei den Heizkosten – daran konnten auch die außergewöhnlich tiefen Temperaturen im April (Verbrauch +38 Prozent) und Mai (Verbrauch +400 Prozent) nichts mehr ändern. Ein durchschnittlicher Haushalt erspart sich damit im Vergleich zum Vorjahr in Summe rund 60 Euro an Kosten.

In den vergangenen zwei Jahren wurden von der Energie Steiermark gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen Energie Graz und Partnern über 100 Millionen Euro in die Aufrüstung der Fernwärmeversorgung im Großraum Graz investiert. „Durch den Ausbau des Heizwerkes in der Puchstraße, die Nutzung von Abwärme aus der Papierfabrik Sappi und dem Stahlwerk Marienhütte, das Projekt Helios, die Errichtung eines neuen Biomasse-Heizwerkes und andere Projekte sind wir nun erfreulicherweise komplett unabhängig von externen Wärme-Lieferanten aufgestellt“, so Vorstandssprecher Christian Purrer.

Das Ende der Lieferbeziehung mit dem Verbund – dieses wurde nun auch formal bestätigt - ist damit kein Problem für die Belieferung der steirischen Kunden. „Für eine umfassende Ausbau-Offensive ist genügend Wärme in unserem Bereich gesichert vorhanden. Wir sind bestens gerüstet und speisen mittlerweile aus über 15 unterschiedlichen, heimischen Quellen ein. Vor allem wollen wir den Anteil an Erneuerbarer Energie weiter anheben“.  

Für externe Liefer-Angebote sei man „grundsätzlich offen, aber nur dann, wenn auch der Preis für unsere Kunden stimmt und die Nachhaltigkeit der Erzeugungs-Quellen tatsächlich gegeben ist“. Denn: „Heizen muss leistbar bleiben, aber gleichzeitig das Klima möglichst wenig belasten“.

Um die Wärme für Graz noch „grüner“ zu machen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren arbeitet die Energie Steiermark gemeinsam mit dem dänischen Partner VKR weiter intensiv am Projekt „Big Solar“ – einem Speichersee im Süden von Graz, der durch Sonnen-Kollektoren im Sommer aufgeheizt und im Winter das gespeicherte, warme Wasser ins Netz einspeisen soll.

„Wir wollen die steirische Wertschöpfung des Projektes deutlich anheben und durch neue Technologien mehr grüne Wärme ins Fernwärmenetz bringen“, so Vorstandsdirektor Martin Graf über die laufende Planungs-Phase. Der aktuelle Anteil erneuerbarer Energie im Grazer Netz von rund 25 Prozent soll bis 2030 gemeinsam mit Partnern auf 50 Prozent angehoben werden. „Fossile Energie zu reduzieren, wo immer es geht, das ist ein wesentlicher Beitrag gegen den Klimawandel.“

 

Rückfragehinweis

Mag. (FH) Urs Harnik-Lauris
Leiter Konzernkommunikation
Head of Corporate Communications
Energie Steiermark AG
Leonhardgürtel 10
A-8010 Graz
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Mobil: +43-664-1801780
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