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Energiespartipps 

Bei uns? Alles im grünen Bereich. Nicht nur bei der Erzeugung von Energie. Sondern auch, wenn es um ihre Nutzung geht. Verantwortungsvoll mit Energie umzugehen bedeutet, sorgsam mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. Das schont die Umwelt. Und Ihr Budget.

Die Energie Steiermark unterstützt Sie dabei. Holen Sie sich hier Energiespartipps oder kontaktieren Sie unsere ExpertInnen für Beratungsgespräche. Sie informieren Sie über unsere Produkte und Boni für Ihre Maßnahmen, mit denen Sie Energie effizienter nützen.

1. Energieeffiziente Geräte

Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten auf Angaben zum Energieverbrauch.

EU-Energie-Label

Billig gekauft, teuer bezahlt! Nicht der Kaufpreis entscheidet, ob ein Gerät günstig ist, sondern die laufenden Kosten.
Aber wie erkennen Sie die energieeffizientesten Geräte? Am EU-Energie-Label! Die Energieverbrauchs-Kennzeichnung zeigt, wie viel Strom ein Gerät benötigt. Werfen Sie einen Blick auf das EU-Label und erkennen Sie, ob ein Gerät effizient ist – und langfristig eine Menge Geld spart!

 

Beschreibung des EU-Labels
 

zum E-Check Haushalt

 

Energiespartipps zur Waschmaschine

Damit der Tausch einer Waschmaschine mit einer Füllmenge von sieben Kilogramm effizient ist, sollte sie einen errechneten maximalen Jahresenergieverbrauch von 173 kWh aufweisen. Solche Geräte sind mit A+++ gekennzeichnet. Der Kauf dieser Haushaltsgeräte spart nicht nur Energie, sondern reduziert auch den Wasserverbrauch. Eine moderne Waschmaschine braucht oft nur halb so viel Wasser wie ein zehn Jahre altes Gerät. Beim Stromverbrauch liegt der Unterschied bei rund einem Drittel.
Wer von seiner alten Waschmaschine auf ein A+++-Gerät umsteigt, erhält außerdem schon beim Kauf eine Prämie.

 

Durchschnittlicher Energieverbrauch/Jahr einer 10 Jahre alten Waschmaschine255 kWh
Verbrauch einer effizienten Waschmaschine173 kWh
Einsparung82 kWh
Kostenersparnis/Jahrca. 21 EUR*
Einsparung in %32%

 

* Annahme: Grundgebühr 2,90 EUR/Monat, Energiepreis bis 3.800 kWh 6,20 ct/kWh, 20% USt, zzgl. Steuern und Abgaben (je 1/3 des Gesamtpreises)

 

zum Haushaltsgerätebonus

 

Energiespartipps zu Kühlgeräten

Kühl- und Gefriergeräte sind tagtäglich rund um die Uhr in Betrieb. Dementsprechend groß ist bei ihnen das Einsparpotenzial.
 

  • Vermeiden Sie häufiges und langes Öffnen der Kühl- und Gefriergeräte.
  • Kontrollieren und reinigen Sie Türdichtungen regelmäßig. 
  • Stellen Sie die Geräte an einem möglichst kühlen Platz auf - also nicht neben dem Herd, dem Heizkörper oder an Stellen mit direkter Sonneneinstrahlung.
  • Stellen Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank.
  • Tauen Sie das Gefriergerät regelmäßig ab und stellen Sie die richtige Kühlstufe ein.

Um die Energieeffizienz-Prämie für den Tausch eines Kühlgeräts oder eines Kühl-/Gefrierkombinationsgeräts mit einer Breite von 50 bis 60 cm zu bekommen, sollte der durchschnittliche Jahresenergieverbrauch des neuen Gerätes 127 kWh nicht überschreiten. Dabei handelt es sich um A+++ Geräte.

 

Durchschnittlicher Energieverbrauch/Jahr eines 10 Jahre alten Kühlgeräts216 kWh
Verbrauch eines effizienten Kühlgeräts127 kWh
Einsparung89 kWh
Kostenersparnis/Jahrca. 23 EUR*
Einsparung in %41%

 

* Annahme: Grundgebühr 2,90 EUR/Monat, Energiepreis bis 3.800 kWh 6,20 ct/kWh, 20% USt, zzgl. Steuern und Abgaben (je 1/3 des Gesamtpreises)

 

zum Haushaltsgerätebonus

 

Energiespartipps im Bereich Kochen

Beachten Sie beim Kochen folgende Tipps, um Energie zu sparen: 

  • Erhitzen Sie kleine Mengen Wasser mit dem Wasserkocher.
  • Erhitzen Sie nur so viel Wasser, wie Sie auch tatsächlich benötigen.
  • Für das Aufwärmen kleiner Speisen verwenden Sie am besten die Mikrowelle.
  • Benützen Sie beim Kochen passende Deckel für Töpfe und Pfannen.
  • Wählen Sie eine Kochgeschirrgröße, die zum Kochplattendurchmesser passt.
  • Nützen Sie beim Backen und Kochen die Restwärme – schalten Sie früher ab!

Energiespartipps zum Geschirrspüler

Beim Geschirrspülen sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Nutzen Sie das Energiesparprogramm.
  • Schalten Sie nur voll beladene Geräte ein.
  • Passen Sie die Spültemperatur an den Verschmutzungsgrad an.

Um die Energieeffizienz-Prämie für den Tausch eines Geschirrspülers mit mehr als 45 cm Breite zu erhalten, sollte der errechnete Jahresenergieverbrauch des neuen Gerätes höchstens 261 kWh betragen. Der Kauf eines solchen Haushaltsgerätes spart Energie und Wasser.

 

Durchschnittlicher Energieverbrauch/Jahr eines 10 Jahre alten Geschirrspülers336 kWh
Verbrauch eines effizienten Geschirrspülers261 kWh
Einsparung75 kWh
Kostenersparnis/Jahrca. 19 EUR*
Einsparung in %22%

 

* Annahme: Grundgebühr 2,90 EUR/Monat, Energiepreis bis 3.800 kWh 6,20 ct/kWh, 20% USt, zzgl. Steuern und Abgaben (je 1/3 des Gesamtpreises)

 

zum Haushaltsgerätebonus

 

Energiespartipps für Computer

Auch Computer, Büro- und Kommunikationsgeräte benötigen nicht gerade wenig Strom. Mit kleinen Anpassungen können Sie einfach Energie sparen und trotzdem alle Funktionen genießen.

 

  • Aktivieren Sie die Energiesparfunktion am PC und versetzen Sie Ihr Gerät bei längeren Pausen in den Ruhezustand. Die meisten Geräte verfügen über Energiesparfunktionen, doch diese sind oft nicht aktiviert.
  • Bildschirm bei Nichtgebrauch ausschalten und Bildschirmschoner vermeiden.
  • Reduzieren Sie den Standby-Verbrauch mit Hilfe von schaltbaren Steckerleisten!
  • Aktivieren Sie die Stromsparfunktion bei Drucker und Kopierer. Passen Sie die Druckqualität an den Bedarf an (zum Beispiel doppelseitig und schwarz/weiß drucken).
  • Hinterfragen Sie die tatsächliche Nutzung der Geräte. Können sie auch gemeinsam genutzt werden?
  • Die Anpassung der Bildschirmhelligkeit dient der Stromreduktion und sorgt für angenehme Lichtverhältnisse! Das Optimum liegt zwischen 50 und 70 Prozent!

Energiespartipps zu Stand-by Killern

Unter Stand-by Verbrauch versteht man den Energieverbrauch von Elektrogeräten im Bereitschaftsmodus. Als Stand-by Killer bezeichnet man automatische Abschalthilfen, die einen Stand-by-Verbraucher erkennen und das Gerät vom Netz trennen.
Ein Beispiel: An einen Stand-by Killer sind im Durchschnitt Geräte mit einer Stand-by Leistung von 5,14 Watt angeschlossen. Der Stand-by Killer selbst hat einen Energiebedarf von 0,5 Watt. Während der Zeit, in der das Gerät nicht regulär verwendet wird (20 Stunden pro Tag) können so 33,1 kWh pro Jahr und installiertem Stand-by Killer eingespart werden.

 

2. Beleuchtung

Moderne Beleuchtungstechnik mit automatischen Regelungskomponenten sorgt nicht nur für mehr Komfort, sondern spart auch Energie.

In einem Einfamilienhaus werden 20 Glühbirnen gegen effiziente LED (lichtemittierende Dioden)-Beleuchtungskörper getauscht. Eine 9,5 Watt-LED-Lampe ersetzt dabei eine 60 Watt-Glühbirne. Damit kann der Energieverbrauch um 84 Prozent verringert werden. Die gesamte jährliche Endenergieeinsparung beträgt durchschnittlich 1.010 kWh – das sind 28 Prozent des Jahresverbrauchs eines durchschnittlichen Haushaltes.

Berechnen Sie Ihre Maßnahme selbst!

Energieeinsparung [kWh/a] = Anzahl der getauschten Leuchten * ((Leistung der alten Leuchte [Watt] – Leistung der neuen Leuchte [Watt]) * Zeit [h])/1000
20*((60-9,5)*1000)/1000 = 1010 kWh

3. Heizung, Klima & Lüftung

Um sich in allen Räumen wohlzufühlen und gleichzeitig Energie zu sparen, ist die richtige Raumtemperatur entscheidend.

Allerdings ist es angesichts der vielen verschiedenen Heizungsvarianten nicht leicht, die richtige für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Jedoch ist das Einsparpotenzial enorm: Mehr als 75 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushalts fließen in die Heizung.

Energiespartipps für Heizen und Raumklima

Die ÖNORM hat dazu folgende Raumtemperaturempfehlungen angegeben:  

  • Badezimmer 24° C
  • Wohnzimmer 20-21° C
  • Schlafzimmer 18° C

 1° C weniger Raumtemperatur spart bis zu 6 Prozent Energie!

 

So heizen wir wirklich

 

Einfach umzusetzende Energieeffizienzmaßnahmen reduzieren Ihren Energieverbrauch erheblich:

  • Drehen Sie die Heizung zurück, wenn es im Raum zu warm wird.
  • Vermeiden Sie es, den Heizkörper zu verdecken.
  • Reduzieren Sie die Raumtemperatur, wenn Sie mehrere Tage nicht zu Hause sind.
  • Vergessen Sie nicht, den Heizkörper regelmäßig zu entlüften.
  • Aktivieren Sie die Nachtabsenkung.

 

Heizkörper-Thermostatventile sind leicht nachzurüsten und können jeden Raum separat regeln. Sie nehmen stets Bezug auf die aktuelle Raumtemperatur. Zeigesteuerte Temperaturventile können tagsüber, wenn Sie nicht zu Hause sind, die Temperatur absenken.
Moderne Heizungssteuerungen ermöglichen eine bedarfsgerechte Raumbeheizung. Sie können Urlaubs- und Ferienzeiten problemlos programmieren und haben immer die optimale Temperatur.

 

zu homee - Mein smartes Zuhause

 

Wärmeerzeugung und Energiekennzahlen

Bund und Land Steiermark fördern die Modernisierung von Heizanlagen – beispielsweise den Tausch eines bestehenden Heizkessels gegen

  • ein modernes Erdgas-Brennwertgerät,
  • einen Fernwärmeanschluss,
  • eine Luftwärmepumpe, eine Grundwasser- oder Erdwärme-Wärmepumpe
  • ebenso die Dämmung von freiliegenden Verteilleitungen des Heizsystems
  • sowie den Tausch von veralteten Umwälzpumpen.

Nützen Sie die Förderungen! Sie senken Ihre Kosten und gehen verantwortungsvoll mit den Ressourcen um.

 

Heizarten

 

Die Energiekennzahlen im Energieausweis geben Auskunft über die energetische Gebäudequalität. In der Planungsphase für eine Sanierung oder vor einer Kaufentscheidung können diese Werte als Entscheidungskriterien herangezogen werden. Die OIB Richtlinie 6 ist die Basis für bautechnische Vorschriften in Österreich. Nachfolgende Tabelle zeigt die Bruttogrundfläche (BGF), den Heizwärmebedarf (HWB) und den Warmwasserwärmebedarf (WWWB) für ein beispielgebendes Gebäude in Österreich.

 

  BGF [m²]WWWB [kWh/m²a]HWB [kWh/m²a]
EFH (Einfamilienhaus)Bestand
Sanierung
Neubau
172,212,8170,2
67
52,7
MFH (Mehrfamilienhaus)Bestand
Sanierung
Neubau
404,312,8130,7
58
45
GVWB (Großvolumiger Wohnbau)Bestand
Sanierung
Neubau
1.549,312,889,6
46,6
35,6

 

Der Energieausweis für Wohngebäude gibt einen ersten Anhaltspunkt, um zu erkennen, ob Ihr Gebäude energetisch bereits auf optimalem Stand ist!

 

Energieausweis

 

Richtiges Lüften

Regelmäßiges Lüften führt Schadstoffe ab und Sauerstoff zu. Zugleich wird überschüssige Feuchtigkeit abtransportiert. Richtiges Lüften ist demnach gesund und spart Energie.

 

Richtig Lüften

 

So lüften Sie am besten:

  • Vermeiden Sie dauerhaft gekippte Fenster.
  • Nutzen Sie Quer- und Stoßlüften für einen optimalen Luftaustausch.
  • Nutzen Sie im Sommer die Nachtstunden zum Lüften und schließen Sie tagsüber (außenliegende) Jalousien und Rollläden.
  • Drehen Sie vor dem Lüften den Heizkörper zurück.

 

Klimaanlage

Bei der technischen Raumkühlung ist es wichtig, dass effiziente Geräte installiert werden. Drehzahlgeregelte Antriebe können die gewünschte Temperatur optimal einhalten. Nicht nur die Positionierung des Raumklimageräts, sondern auch die Dimensionierung sollte fachgerecht gewählt werden. Dabei helfen Ihnen unsere EnergieberaterInnen gerne.

 

Auch wenn heutzutage viele Klimageräte dem höchsten technischen Stand entsprechen: Verzichten Sie auf eine Klimaanlage, wenn es möglich ist!

 

  • Lüften Sie in der Nacht und schließen Sie tagsüber alle Jalousien und Rollläden.
  • Achten Sie darauf, dass alle Türen und Fenster geschlossen sind, wenn die Klimaanlage läuft.
  • Nutzen Sie die Klimaanlage nur, wenn die Raumtemperatur über 25 Grad steigt.

4. Wasser & Warmwasser

Wasser ist zum Waschen da... Ja, aber nicht nur. Es ist ein wertvolles Gut, mit dem sorgsam umgegangen werden muss.

Wasser ist für Mensch und Natur gleichermaßen wichtig. Gerade angesichts der häufiger werdenden Trockenperioden ist es auch in unseren Breiten Pflicht, mit Wasser sorgsam umzugehen.

Wasserverbrauch

Durchschnittlich duscht jede Person in einem Haushalt vier Minuten lang und verbraucht dabei 45 Liter Warmwasser. Dazu kommen täglich weitere zwei Minuten bzw. 15 Liter pro Armatur in Küche und Bad. Statistisch gesehen wird die Dusche pro Person 0,8 mal am Tag benutzt. Das ergibt 292 Duschvorgänge pro Person und Jahr bei einem mittleren österreichischen Haushalt von 2,23 Personen.

 

Tauscht man nun Armaturen in der Küche und im Badezimmer sowie den Duschkopf gegen moderne Produkte, kann der jährliche Warmwasserverbrauch von jährlich 23.000 Liter pro Person auf 14.000 Liter gesenkt werden. Die Energieeinsparung beträgt damit 684 kWh pro Jahr.
So reduzieren Sie Ihren Wasserverbrauch durch einfache Maßnahmen:

 

  • Beim Zähneputzen Wasser abdrehen.
  • Waschen Sie sich nach Möglichkeit die Hände mit kaltem Wasser.
  • Nutzen Sie eine Wasser-Stopp-Taste am WC.
  • Kontrollieren und reparieren Sie undichte Wasserhähne und Wasserleitungen.
  • Duschen verbraucht viel weniger Wasser als ein Vollbad.
  • Wassersparende Armaturen begrenzen die Durchflussmenge pro Minute und mischen Luft bei.
  • Achten Sie beim Kauf von Waschmaschine und Geschirrspüler immer auf das EU-Energie-Label.

 

Beschreibung des EU-Labels am Beispiel der Waschmaschine

 

Warmwassererzeugung

Wie erzeugen Sie das benötigte Warmwasser? Zentral über einen Speicher oder dezentral mittels Durchlauferhitzer? Eine umweltfreundliche Alternative dazu ist die Brauchwasser-Wärmepumpe. Sie ersetzt einen Elektro-Boiler. Als Wärmequelle dient die Raumluft. Durch den Einsatz der Brauchwasser-Wärmepumpe erzielen Sie in einem Einfamilienhaus eine jährliche Energieeinsparung von 2.557 kWh.

 

Dennoch wichtig:

  • Passen Sie den Warmwasserspeicher genau an die individuellen Bedürfnisse Ihres Haushalts an.
  • Nicht gedämmte Rohrleitungen erzeugen einen großen Wärmeverlust.
  • Nutzen Sie eine Solaranlage oder zumindest den Strom aus einer Photovoltaik-Anlage.

 

Wasserversorgung

 

5. Mobilität

Ob sie täglich oder nur gelegentlich unterwegs sind, weite Strecken oder kurze Distanzen zurücklegen – in der Mobilität steckt viel Sparpotenzial. Und: Gerade hier ist weniger immer ein Mehr für die Umwelt.

Energiespartipps im Bereich Mobilität

Mobilität ist einer der ganz großen Kostenfaktoren in der Energiebilanz eines Haushaltes. Wer hier nur ein paar Prozent einspart, spürt das gleich im Budget. Und schont nachhaltig die Umwelt.

  • Fahren Sie vorausschauend.
  • Verwenden Sie für kurze Strecken Fahrrad oder „Gehsteigporsche“ (also Ihre Beine).
  • Nützen Sie für längere Strecken Mitfahrgelegenheiten oder Car-Sharing.
  • Steigen Sie öfter auf öffentliche Verkehrsmittel um!
  • Achten Sie auch bei Dienstreisen auf umweltfreundliche Fortbewegungsmittel.
  • Nützen Sie öfter die Stiegen anstatt des Aufzugs.

 

Kontrollieren Sie auch regelmäßig den Reifendruck Ihres Autos: Jeder zweite PKW ist mit zu geringem Luftdruck unterwegs. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch ineffizient. 0,2 – 0,4 bar zu wenig erhöhen den Kraftstoffverbrauch um ein bis 2,5 Prozent. Auf das Jahr gerechnet sind das 5,8 bis 7,2 kWh.

 

Alternative Mobilität

Elektrofahrzeuge haben einen viel höheren Wirkungsgrad als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren und sind nahezu geräuschlos. Noch effizienter sind sie, wenn der getankte Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasser-, Wind- und Sonnenkraft gewonnen wird.

  • Ein Elektroauto hat einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 10 bis 20 kWh pro 100 Kilometer.
  • Der durchschnittliche Energieverbrauch eines PKW mit alternativer Antriebstechnologie (Erdgas oder Flüssiggas) beträgt 49 kWh pro 100 Kilometer.
  • Ein Elektro-Fahrrad benötigt durchschnittlich eine kWh pro 100 Kilometer.
  • Zum Vergleich: Ein konventionell betriebener PKW weist einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 66 kWh pro 100 Kilometer auf.

 

Eine gute Alternative zum reinen Elektroauto ist ein Hybridmodell. Es verfügt über einen herkömmlichen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor. Die Batterie kann über die Steckdose oder während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor aufgeladen werden. So sind Sie in der Stadt CO2-neutral unterwegs und kommen auch auf weiten Strecken ohne Ladestopp ans Ziel.

 

zum Mobilitätsangebot der Energie Steiermark

6. Sanierung & Gebäudehülle

Wer beim Hausbau auf Energieeffizienz setzt, spart nachhaltig. Aber auch bestehende Gebäude können nachgerüstet werden.

Erst dann lassen sich auf die Situation abgestimmte Verbesserungsvorschläge ermitteln. 

Sanierung von Wohngebäuden

Die Sanierung von Wohngebäuden stellt eine besondere Herausforderung dar. Es ist notwendig, erst den Bestand zu erheben und Mängel aufzudecken. Erst dann lassen sich auf die Situation abgestimmte Verbesserungsvorschläge ermitteln.
Die Erhebung des Ist-Zustands im Rahmen einer Energieberatung in Kombination mit einem Energieausweis ist der erste Schritt für ein erfolgreiches Sanierungskonzept.

 

Das bringt eine Sanierung:

  • Geringerer Energieverbrauch aufgrund höherer Energieeffizienz
  • Heizkostenminimierung
  • Wertsteigerung und Werterhaltung
  • Verbesserung der Wohnqualität
  • Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung und zum Klimaschutz, auch durch verringerten CO2-Ausstoß
  • Inanspruchnahme möglicher Förderungen (z.B.: thermische Sanierung)

 

So geht Wärme verloren

 

zum E-Check Haushalt

 

Thermisch verbesserte Gebäudehülle im Neubau

Ein neuerrichtetes Gebäude ist dann effizient, wenn dieses einen niedrigeren Energiebedarf aufweist als es die OIB Richtlinie 6 vorschreibt. Der in unten stehender Tabelle angegebene HWB (Heizwärmebedarf) bezieht sich auf das Referenzklima österreichweit.

 

  BGF [m²]HWB (REFERENZKLIMA) [kWh/m²a]
EFH (Einfamilienhaus)
MFH (Mehrfamilienhaus)
GVWB (Großvolumiger Wohnbau)

Neubau
172,2
404,3
1549,3
52,7
45
35,6

 

Beim Neubau eines Einfamilienhauses soll die Gebäudehülle in einer hohen thermischen Qualität realisiert werden. Durch die thermische Isolierung können die Wärmeverluste so reduziert werden, dass die Energieeinsparung 7.263 kWh pro Jahr beträgt.

 

Thermisch verbesserte Gebäudehülle im Rahmen einer Sanierung

Ein bestehendes Gebäude kann durch bautechnische Maßnahmen (z.B.: Fassadendämmung) auf einen besseren thermischen Standard gebracht werden.

 

  BGF [m²]HWB (REFERENZKLIMA) [kWh/m²a]
EFH (Einfamilienhaus)
 
Bestand
Sanierung

172,2
170,2
67
MFH (Mehrfamilienhaus)Bestand
Sanierung

404,3
130,7
67
GVWB (Großvolumiger Wohnbau)Bestand
Sanierung

1549,3
89,6
46,6

 

Im speziellen Fall muss das Referenzklima Österreich (durchschnittlich 3.400 Heizgradtage) auf das Standortklima (z.B.: Graz mit durchschnittlich 3.158 Heizgradtage) umgerechnet werden. Durch eine thermische Sanierung der Außenfassade und den Einbau neuer Fenster sinkt der Heizwärmebedarf des Wohngebäudes – bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können so pro Jahr 22.338 kWh Energie eingespart werden.

 

Doch schon alleine durch den Tausch von alten Fenstern kann bei einer durchschnittlichen Gesamtfensterfläche von 63 Quadratmetern in einem Mehrfamilienhaus der jährliche Energieverbrauch um 8.751 kWh gesenkt werden.